Wer leben darf

Unter dem Deckmantel der Humanität agitiert im Internet seit ein paar Tagen eine illustre Runde für die Hamas, die seit Monaten Israel vom Gazastreifen aus mit Raketen beschießt oder beschießen lässt. Nicht der (mit keinem einzigen Wort erwähnte) Terror der antisemitischen Moslembrüder sei für die Blockade verantwortlich, sondern Israel. Gegen dessen "mörderisches Embargo" können Freundinnen und Freunde des islamistischen "Widerstandes" (Intifada) nun die elektronische Petition "Gaza muss leben!" unterzeichnen. Bis Ende Februar haben das schon fast 400 Personen getan, mehrheitlich aus linken und islamistischen Milieus. Aber auch einige Prominente aus Wissenschaft und Kunst haben sich zu einer Unterstützung hinreißen lassen. Unter den Erstunterzeichnern finden sich auch Fritz Edlinger und sein Verleger Hannes Hofbauer (siehe: Brückenschlag in Wien »). Dass es sich hierbei um eine Solidaritätsaktion österreichischer Freunde der sogar von der EU als terroristisch eingestuften Hamas handelt, lässt sich auch daran ablesen, dass mit Wilhelm Langthaler der Kopf der Antiimperialistischen Koordination (AIK) für die Site verantwortlich ist.

In Österreich macht sich die AIK daneben gerade für den mutmaßlichen al Qaida-Terroristen Mohamed M. und dessen Gattin Mona S. stark: Nicht die beiden säßen auf der Anklagebank, sondern der "Widerstand" gegen Besatzung und Fremdherrschaft sowie "der Islam als Kulturgemeinschaft". Gleich den Islamisten, die sich in ihrer Mordbrennerei ebenfalls auf die Religion berufen, nehmen österreichische Antiimperialisten mit solchen Formulierungen alle Muslime in Geiselhaft. Auch wird damit die Gleichsetzung von Islam und Terror befördert.


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